Kunstmuseum aan zee Collecties van
de Provincie
West-Vlaanderen en
de Stad Oostende

Im Jahr 1917 überquert die Mendi den Ärmelkanal Richtung Frankreich mit schwarzen südafrikanischen Truppen an Bord. Das Dampfschiff kollidiert und sinkt. Mehr als 600 Männer ertrinken und niemand leistet Hilfe. Die Schiffskatastrophe geht im Getümmel des Ersten Weltkriegs unter.

 

In der Ausstellung wird die Geschichte der Mendi als pars pro toto eingesetzt. Sie steht für einen viel größeren Zusammenhang, der das Publikum zu einer komplexen südafrikanischen Segregationsgeschichte führt, einer Geschichte, die auch die koloniale westliche Haltung im Hinblick auf den afrikanischen Kontinent während des Ersten Weltkriegs nicht unberührt lässt. Hundert Jahre später blickt Wendy Morris in einer Ausstellung zurück, in welcher Animationsfilm, Video und Poesie zusammen die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Mythos und Realität abtasten. Das Schiffsdrama vor hundert Jahren ist in der Landschaft nicht länger sichtbar. Die Phantasie hilft. Das ist, natürlich, ein Werk der Vorstellungskraft. 



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09/09/2017 - 07/01/2018