Kunstmuseum aan zee Collecties van
de Vlaamse Gemeenschap
en
Stad Oostende

Ausstellung

Belgische Malerei von 1920 bis 1970

Im ersten Stock vom Mu.ZEE kann während der großen Ferien bis zum 19. August die Präsentation einer Sammlung bewundert werden, die rund um drei führende Galerien und Zeitschriften aufgebaut ist, nämlich Le Centaure, Apollo und Het Vijfde Wiel. Jede dieser Galerien spielte eine wichtige Rolle in der belgischen Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts!

Es wird eine breite Palette an Künstlern ausgestellt, die jeweils auf die eine oder andere Weise mit ein oder mehreren Galerien und oder Zeitschriften in Beziehung gesetzt werden können: Paul Delvaux, Armand Vandelick, Henri Wolvens, Floris Jespers, Edgar Tytgat, Constant Permeke, Léon de Smet, Jozef Peeters, Jean Milo, Victor Servranckx, Louis van Lint, Jean Brusselmans, Walter Leblanc, Albert Rubens, Pierre Alechinsky …

In der Zwischenkriegszeit sorgte der Kunsthandel Le Centaure, gegründet von Walther Schwarzenberg, für den endgültigen Durchbruch des Flämischen Expressionismus. Le Centaure vertrat diese modernistische Kunstbewegung in Belgien und setzte sie in einen internationalen Kontext. Die Galerie führte viele der größten Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts in unserem Land ein. U. a. René Magritte war dort unter Vertrag. Die Zeitschrift und die Galerie haben die Finanzkrise der 1930er Jahre allerdings nicht überstanden.
Im Jahr 1941, während des Zweiten Weltkriegs, gründete der Kunstkritiker Robert L. Delevoy die ‘Galeries Apollo’, die er bis 1955 leitete. Er gab auch die Zeitschrift Apollo heraus. Delevoy machte aus der Galerie den wichtigsten Faktor der belgischen Kunstwelt während des Krieges und danach. Neben den etablierten Namen aus der Vorkriegszeit stellte er junge Künstler aus, und im Jahr 1945 gehörte er zu den Gründern von ‘La Jeune Peinture Belge’.

Richard Foncke war Kunstmaler und begann im Jahr 1960 eine eigene Zeitschrift, Het 5e wiel. Dabei handelte es sich um eine Veröffentlichung des ‘Voorlichtingscentrum het 5e wiel’, aus der 1965 die Galerie Contrast entstand, die 1966 als Richard Foncke Gallery fortgeführt wurde. Seitdem entwickelte er sich zu einem renommierten internationalen Galeristen. Auf den Ausstellungen zeigte er Arbeiten von Künstlern seiner eigenen Generation zusammen mit denen von jungen Künstlern. Bis zu seinem Tod im Jahr 2005 war er einer der engagiertesten Galerieinhaber unseres Landes.



Übersicht über bisherige Ausstellungen »

23/06/2012 - 19/08/2012
€7 single adult
€5 55+, groups ≥15 pp
€1 13-26 years old
Free up to 12 years

Guide :€60