Kunstmuseum aan zee Collecties van
de Vlaamse Gemeenschap
en
Stad Oostende

Mit Werken von unter anderem Pierre Alechinsky, Karel Appel, Enrico Baj, Jean Brusselmans, Jacques Calonne, Sergio Dangelo, Christian Dotremont, Paul Joostens, Asger Jorn, Marcel Mariën, Joseph Noiret, Victor Servranckx, Kurt Schwitters, Serge Vandercam u. a.

Am 21. Juli 1958 schrieb Victor Servranckx eine Postkarte an die Familie Hoeboer, Freunde, die in seiner Nachbarschaft wohnten. Er sprach sie folgendermaßen an: Hoe? Boer! - De Boeren zijn de besten! 

Der unmittelbare Anlass für diese Ausstellung ist eine umfangreiche Schenkung von etwa 100 Kunstwerken der Erben von Wout Hoeboer (1910-1983). Sein Werk passt in die Reihe von Ausstellungen, die das Mu.ZEE im Jahr 2008 mit Präsentationen begonnen hat, die Künstlern wie Victor Servranckx, E. L. T. Mesens, Paul Joostens, Jules Schmalzigaug u. a. gewidmet wurden.

Hoeboer weckt Interesse mit einem experimentellen künstlerischen Nachlass, der Platz für erneuernde Forschungen lässt. Sein multimediales Oeuvre ist stets wiedererkennbar, während es wirklich in alle Richtungen herausragt. Wie ein antikonformistischer Dada-Dandy bewegte er sich zwischen verschiedenen Avantgarde-Gruppierungen und filterte Ideen aus dem Repertoire von Freunden, Bekannten und Kollegen. Sein Werk verbindet z. B. auf eigenwillige Weise Inspirationen aus dem Merz von Kurt Schwitters oder dem Dada-Universum von Paul Joostens mit der abstrakten Kunst von Wassily Kandinsky und dem Bauhaus-Konstruktivismus. Durch das Oeuvre von Hoeboer lassen sich auch Linien zwischen seinen Freunden aus Dilbeek, Victor Servranckx und Jean Brusselmans ziehen. Sein Werk dynamisiert kunsthistorische Trennungslinien zwischen Abstraktion, Dada, Surrealismus und CoBrA. Er schuf Arte Nucleare und Action Paintings. Pamapadada!



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28/09/2019 - 05/01/2020